Das Prinzip des Bausparens hat lange Tradition und ist praktikabel. Im Sparzeitraum wird monatlich eine Rate auf das Bausparkonto überwiesen bis ca. die Hälfte der vertraglich festgelegten Bausparsumme erreicht ist. Seit vielen Jahren unterstützt der Staat die Investition in privates Wohneigentum mit einer Bausparprämie, die jährlich gutgeschrieben wird. 2011 sind das 36 Euro die pro Jahr dem Konto zufließen. Leider sinken diese Beträge von Jahr zu Jahr, so dass der Bausparvertrag es zunehmend schwer hat, sich gegen andere Kapitalanlagen zu behaupten. Natürlich kommt noch die Verzinsung der Bausparkasse hinzu. Nach dem alten Prinzip wird nach einer Mindestlaufzeit und bei Erreichen der Zielsumme der Betrag fällig, mit dem in den Kauf oder Bau eine Immobilie investiert werden kann. In der Regel wird die Summe nach 50% Sparanteil zuteilungsreif.
Tilgung eines Immobilienkredits
Wir stellen jedoch eine andere Variante vor, die helfen kann eine Immobilie zu finanzieren. Am Anfang steht nicht das Ansparen mit Hilfe eines Bausparvertrages. Dieser dient der Tilgung eines Immobilienkredits nach Ende dessen Laufzeit.
Wie funktioniert das genau?
Der Kredit für ein Haus oder eine Wohnung wird über ein Darlehen finanziert. Allerdings wird über einen Zeitraum von 10 oder 15 Jahren keine oder nur eine geringe Tilgung vereinbart. Das senkt die monatliche Rate und damit die Belastung um einiges. Nach Ende der Laufzeit würde der Häuslebauer noch immer den gesamten Finanzierungsbetrag offen haben – über die Laufzeit werden fast nur Zinsen abbezahlt. Diese Finanzierung würde keine Bank so mitmachen. Daher wird schon bei der Beantragung ein Bausparvertrag in gleicher Höhe wie die Kreditsumme abgeschlossen. Neben den Kreditraten ist es die Pflicht und Aufgabe der Kreditnehmer 10 oder 15 Jahren Geld in den Bausparvertrag anzusparen, um bei Ablauf der Kreditlaufzeit des Hauskredits das Geld aus dem Bausparvertrag zugeteilt zu bekommen. Dazu ist die Einzahlung von ca. 50% der Gesamtsumme notwendig. Mit der Zuteilungssumme des Bausparvertrages wird der Hauskredit zu 100% abgelöst. Die Häuslebauer zahlen jetzt nur noch den Bausparvertrag ab.
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Wo liegen die Vorteile?
Man könnte doch sofort die Tilgung des Hauskredits höher ansetzen. Ja natürlich, jedoch bedeutet eine hohe Rate auch immer Druck und über eine lange Laufzeit und möglichst gut bezahlte Jobs. Die Zahlungen gegen den Bausparvertrag sind hingegen nicht monatlich zu leisten. Hier liegt ein Vorteil. Die Familie kann finanziell schlechte Zeiten besser aussteuern und in guten Zeiten mehr in den Bausparvertrag einzahlen. Natürlich setzte diese Variante der Immobilienfinanzierung eine gute Disziplin voraus. Ein weiteres Plus ist die Planungssicherheit. Schon bei Abschluß des Bausparvertrages steht der Zinssatz fest, zu dem später getilgt werden muß. Die Restsumme aus einem Immo Kredit würde zu einem dann gültigen Marktzins erfolgen, der weitaus höher sein kann.



