Die aktuellen Senkungen der Leitzinsen vom 03.11.2011 und 08.12.2011 in der Eurozone nehmen wir zum Anlass, das Thema genauer zu betrachten. Vor allem interessieren uns die möglichen Auswirkungen auf die Zinsentwicklung der Sparkonten.
Zinschart – Entwicklung der Leitzinsen 2008 – heute

Begriff und Bedeutung von Leitzinsen
Der Leitzins beeinflusst maßgebend die Geld- und Kreditmärkte. Einfach gesagt, zum Leitzins können die Banken der jeweiligen Finanzzone sich Geld bei der Zentralbank leihen. In der Eurozone ist es die EZB und im Dollarraum die US Notenbank, welche als einzige Institutionen „frisches“ Geld an Banken verleihen. Für die Bank ist es wie im Privatbereich ein Kredit mit Zinsen, welcher in einer bestimmten Frist zurück gezahlt werden muß.
Die Änderungen der Leizinsen geben immer ein wichtiges Signal an die Märkte. Legendär sind die vom charismatischen ehemaligen US-Zentralbank Chef Alan Greenspan vorgenommen Zinsschritte in den Zeiten der US Wirtschaftskrise.
Auswirkungen einer Leitzinssenkung
Mit dem Ziel, dem Wirtschaftskreislauf neues Geld zuzuführen, werden die Leitzinsen gesenkt. Banken können Geld billiger leihen und geben dies ihrerseits in Form niedriger Kreditzinsen an ihre Kunden weiter. So kommen z.B. mittelständische Firmen günstiger an Geld für eine Expansion. Auch Privatpersonen und deren Kredite z.B. eine Immobilienfinanzierung werden günstiger. Einer im Abwärtstrend befindlichen Wirtschaft können so neue Impulse gegeben werden. DIe Wirtschaft soll angekurbelt werden. Allerdings besteht auch die Gefahr des Geldwertverfalls – einer Inflation.
Für den Sparer bedeutet das meist auch, dass die Guthabenzinsen z.B. auf Tagesgeld Sparkonten nach unten angepasst werden. Auch neue Festgeldkonten werden niedriger verzinst. Aktuell interessant ist der Leitzins besonders für das Leitzinsplus Tagesgeldkonto von Barclays, welches für 3 Jahre mit einem 1,75% Bonus an die Höhe der Leitzinen gebunden ist.
Auswirkungen einer Leitzinserhöhung
Einem gesunden Wirtschaftskreislauf braucht wenig neues Geld zugeführt werden. Hohe Kreditzinsen verhindern das. Freuen können sich die Sparer. Auch deren Anlagen werden besser verzinst. Über die vermehrten Kapitalanlagen können die Banken der Wirtschaft das benötigte Geld zur Verfügung stellen. Allerdings kann es auch zu Hemmnissen in der Wirtschaftsentwicklung führen, wenn Firmen das benötigte Kapital nur sehr teuer fremd finanzieren können. Mit einer Leitzinserhöhung wirken die Notenbanken einer Inflation entgegen.
Oberstes Ziel der Zentralbanken ist der Erhalt der Geldwertstabilität. Eine schwere Inflation gilt es unbedingt zu vermeiden. Die Preise steigen bei dieser wesentlich schneller als die Löhne. Es kommt zu einer Verschiebung des Wertmaßstäbe, was im schlimmsten Fall eine Währungsreform zur Folge hat. In solchen Fällen hilft nur die rechtzeitige “Flucht” in Sachwerte und Immobilien, das Vermögen zu schützen.
Aktueller Tipp nach der Senkung des Leitzinses
Momentan scheinen die beiden Zinsschritte der EZB im November und Dezember 2012 in Deutschland nicht die gewünschte Wirkung zu erzielen. Die Kreditzinsen verbilligen sich nicht wesentlich und auch die Sparzinsen sinken bisher nicht. Wer dennoch Angst vor Zinssenkungen hat, sollte ein Tagesgeld Sparkonto mit einer Zingarantie wählen. So lassen sich weitere Leitzinszinkungen mit möglichen Auswirkungen auf die Sparkonten mit dennoch hohen Sparzinsen überbrücken. Leider ist es nur Neukunden vorbehalten, ein Sparkonto mit Zinsgarantie von bis zu 12 Monaten abzuschließen.
Auch auch gutes Festgeldangebot sichert hohe Sparkonto Zinsen in Jahren mit wirtschaftlichem Abschwung und verbundenen Zinssenkungen. Sparkonten mit einer Zinsgarantie für Neukunden finden Sie im Sparkonto Vergleich »



