Erfahrungen, Kundenmeinungen zur Commerzbank (Depot und Girokonto)

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Erfahrungen mit der Commerzbank

Erfahrungen zur Commerzbank (Depot).

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Konto wenig empfehlenswertCommerzbank Erfahrungsbericht #7   von  am


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Depot - Freistellungsaufträge nicht weitergeleitet


Als langjähriger Kunde der Commerzbank dachte ich bisher, ich kenne die Bank gut bis sehr gut. Vor allem bei den Depotgebühren wurde im letzten Jahr fleißig an der Gebührenschraube gedreht. Die Ordergebühren der Commerzbank waren noch nie günstig. Trotzdem führen wir dort noch Depots unserer Kinder, weil diese bis zu einem Volumen von 20.000 Euro kostenfrei geführt werden können. Die Bank bietet auch immer wieder ETF- oder Fonds-Sonderaktionen, gültig meist für 3 Jahre, zu annehmbaren Konditionen an.

Freistellungsaufträge für Minderjährige können bei den meisten Banken allerdings nur schriftlich eingereicht werden. Dazu sind die Unterschriften der Erziehungsberechtigten notwendig.

Man möchte ja meinen, daß diese im frankierten Kuvert und adressiert an die zuständige Filiale und dem zugeordneten Berater irgendwann mal im Kundenkonto erscheinen.

Nicht so bei der Commerzbank. Zweimal haben wir sie für unsere Töchter an die Filiale gesendet. Zweimal sind die auch nach über 8 Wochen noch nicht im System hinterlegt und werden es aller Voraussicht nach auch nicht mehr werden.

Den Grund dafür habe ich kürzlich erfahren, als ich mit der Commerzbank telefonierte. Der Mitarbeiter informierte mich, daß ich die Freistellungsaufträge nicht an die Filialen zusenden habe, sondern an eine Sammeladresse in München mit Angabe der Filiale. Auf meine Frage hin, weshalb die Filialpost nicht an München weitergeleitet werde, meinte er nur lapidar, die Kollegen dort dürfen solche Anweisungen, Änderungen usw. gar nicht entgegennehmen. Die Antwort darauf, was mit der "falsch" adressierten Post denn passiere, blieb er mir schuldig. Jeder kann es sich aber denken.

Ich halte diese Vorgehensweise der offensichtlichen Nichtweiterleitung an die zuständige Zentralstelle für äußerst fragwürdig, eigentlich ist es eine Zumutung, eine Unverschämtheit gegenüber dem Kunden. Wie soll der wissen, wohin man die Post für Freistellungsaufträge zusenden hat? Auf den Formularen steht oben im Adressfeld "An die Commerzbank AG", um dann anschließend m.E. die Adresse MEINER zuständigen Filiale zu ergänzen. Wie soll ich riechen können, daß hier nicht die Anschrift der Filiale selbst, sondern eine Sammeladresse gemeint ist? Auf den Formularen konnte ich dazu keinen einzigen Hinweis finden....

Das die Bank aber Post ihrer Kunden nicht weiterleitet, ist schon ein starkes Stück. Ich habe es erst gemerkt, als mangels Freistellung auf die Dividenden Abgeltungssteuer fällig wurde. Man geht ja nicht davon aus, daß Formulare von Kunden einfach ignoriert werden. Noch dazu von einer Bank.

Ähnlich erging es mir im übrigen mit einem Fondsübertrag. Ich sendete die Übertragsformulare ebenfalls an die gleiche Adresse wie schon die Freistellungsaufträge: Es sind keine Fondsüberträge durchgeführt worden. Erst als ich die Formulare persönlich in den Briefkasten warf, wurden diese innerhalb von drei Wochen auf das neue Depot übertragen. Sehr seltsam.

Motto der Commerzbank: Wir nehmen einfach mal die Post, die an uns gerichtet ist, nicht an und lassen diejenigen, die so frech sind, uns zu schreiben, mal locker vom Hocker ins Leere laufen. Sollen die doch zusehen, wie, wann und wo ihre Anliegen bearbeitet und registriert werden.

Letzte Woche ist mir auch eine Aktion der Commerzbank aufgefallen. Die schütten eine Prämie von 100 Euro aus, allerdings nur dann, wenn man seine Einwilligung erteilt, von der Commerzbank und angeschlossenen Partnerunternehmen (z.B. der Allianz) per e-mail oder Telefon mit WERBUNG drangsaliert zu werden. Ich schreibe das so drastisch, weil mir ähnliches schon einige Male vor Ort in der Filiale passiert ist. Hier hilft nur, konsequent zu bleiben und mit Argumenten dem Berater den Wind aus den Segeln zu nehmen. Die wollen partout unbedingt ihre oft heillos überteuerten Bankprodukte unter die Leute bringen. Und noch eines: Wer die Einwilligung erteilt hat, darf sie mindestens 3 Monate danach nicht widerrufen. Sonst wird es offenbar als prämienschädlich ausgelegt.

Die Commerzbank ist die erste mir bekannte Bank, die per Prämienzahlung versucht, meine persönliche Lebenssituation mit allen für sie relevanten Daten auszukundschaften und für ihre Zwecke zu nutzen. Ob das so mit dem Verbraucherschutz in Einklang steht, wird sich sicher noch klären. Auf jeden Fall ist das sehr bedenklich, sind entlohnen zu lassen (mit vielen zusätzlichen, noch zu überbrückenden Hürden wie mtl. Buchungen über min. 25 Euro, allerdings zählen z.B. keine Eigenüberweisungen usw.), um anschließend aufdringliche Berater im Genick sitzen zu haben. Und drei Monate sind lange.

Wir sind mit der Bank nicht komplett unzufrieden. Eigentlich wären es drei Sterne. Aufgrund der Herangehensweise an die geschilderte Problematik und die derzeitige, sehr grenzwertige Werbe- und Prämienaktion vergebe ich allerdings nur noch einen Stern.



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gute EmpfehlungCommerzbank Erfahrungsbericht #6   von  am


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Depot - genauere Betrachtung zu Depot, ETF und Sparplan


Im Gegensatz zu vielen meiner Bekannten, die es bis heute nicht verstehen können, daß ich nach wie vor Kundin der Commerzbank bin, komme ich mit ihr bisher ganz gut zurecht. Mein Gehalt geht aufs Girokonto und das ist kostenfrei. Während viele meiner Bekannten 1,90 Euro oder 3,90 Euro PRO Monat bezahlen. Wer zahlt hier Gebühren?? Aussagen wie "Was, du bist bei dieser Abzockerbank: Die nehmen doch horrende Gebühren" oder "die sind
bewegen sich doch völlig außerhalb unserer Sphäre" oder "geh mal in eine Filiale, da wirst du sehen, wie abgehoben und arrogant die dortigen Mitarbeiter auftreten" kann ich so nicht stehenlassen. Weil das Aussagen sind, die von Unwissenheit zeugen.

Ohne jeden Zweifel: Bei den Gebühren, vor allem bei den Depotvarianten, langt die Bank mehr als ordentlich hin. Passt man nicht auf, so zahlt man eben. Wie im alltäglichen Leben. Wer jedoch "zwischen den Zeilen liest" und das kann ich nur jedem empfehlen, wird auch attraktive Angebote entdecken. Das macht ein bißchen Recherchearbeit, die sich lohnt.

Beispielsweise sind einige Depotvarianten für Minderjährige bei einem Wertpapiervolumen bis 20.000 Euro kostenfrei. Unter dem Reiter "Wertpapier und Märkte" kann man sich über den Zugang im Persönlichen Bereich über aktuelle ETF-Sparpläne informieren. Ab 25 Euro monatlich und OHNE KAUFGEBÜHREN UND AUSGABEAUFSCHLÄGE ÜBER DREI JAHRE kann man dort Fonds- oder ETF-Sparpläne online abschließen. Das geht easy-peasy. Wunsch-ETF aussuchen, über Sparplan eröffnen (auf die TER achten - sind die Verwaltungskosten, die unterschiedlich hoch sind!) und per SMS freischalten. Abbuchung zur Monatsmitte oder zum Monatsende möglich. Abgeschlossene Sparpläne sind im persönlichen Bereich einsehbar und jederzeit künd- und änderbar.

Und jetzt möchte ich noch ein Beispiel bringen, daß zeigt, daß die Commerzbank so schlecht nicht ist. Bei einem Sparplan tauchten auf der Abrechnung 0,71 Euro Spesen auf. Nicht viel, denkt man. Wer aber mehrere wie ich abgeschlossen hat, dann summiert sich das schon über die Jahre gesehen. Ich schrieb an das Beschwerdemanagement (möglich über den Persönlichen Bereich) und innerhalb von zwei Bankarbeitstagen erhielt ich das Storno über die falsche Abbuchung und die Neuausstellung der richtigen in den Postkorb gestellt. Die besagten 0,71 Euro sind mir bei allen Sparplänen sofort erstattet worden. Einige Tage danach rief mich ein Mitarbeiter an und entschuldigte sich vielmals für diese unbeabsichtigt erhobene Gebühr. Sie hatten meinen Hinweis zum Anlass genommen und auch die anderen derzeit aktuellen Angebote überprüft und dort auch
bei manchen festgestellt, daß diese Spesen erhoben werden. Es handele sich um ein IT-Problem, daß zwischenzeitlich behoben wurde.

Natürlich ist man irgendwo zwiegespalten. Trotzdem werde ich der Commerzbank zumindest solange nicht den Rücken kehren, wie sie ihre ETF- und Fonds-Sparpläne gebührenfrei über drei Jahre als Aktionen vermarkten. Das Spektrum muß zu einem passen. Ganz klar. Die Fonds und ETF sind gut bewertet, haben in den letzten Jahren eine ordentlich Wertentwicklung hingelegt.





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Konto wenig empfehlenswertCommerzbank Erfahrungsbericht #5   von  am


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Depot - freche Preispolitik - Gebührenerhöhung


Das viele Banken an den Gebührenschrauben drehen, ist der EZB-Finanzpolitik geschuldet. Die ihnen durch die mickrigen Zinsen eine der lukrativsten Einnahmequellen genommen hat.

Die Commerzbank hat mit Schreiben vom 12.04.18 erneut eine "Preisanpassung" zum 01. Juli 2018 vorgenommen. Zwischen den Zeilen gelesen ist das einfach eine Preiserhöhung.

Zusätzlich zu der ab 01. Mai 2018 fälligen Gebühr von 0,09 Cent für die mobile Tan erhöhen sie nun die Entgelte für die Depots in gewaltigen Ausmaßen.

Und zwar wie folgt beim Klassikdepot:

Provision alt: 1 % zzgl. 2,90 Euro, Provision neu: 1 % zzgl. 4,90 Euro

Aktien (Xetra), Minimum Inland alt: 29,90 Euro, Minimum Inland neu: 49,90 Euro

Zertifikate: Minimum Ausland alt: 34,90 Euro, Minimum Ausland 49,90 Euro

Renten (Xetra), Provision alt: 0,5 % zzgl. 2,90 Euro, Provision neu: 0,5 % zzgl. 4,90 Euro, Minimum Inland alt: 29,90 Euro, Minimum Inland neu: 49,90 Euro, Minimum Ausland alt: 34,90 Euro, Minimum Ausland neu: 49,90 Euro

Bei der Wertpapierart "Bezugs-bzw. Teilrechte und Aktienspitzen" erhöht sich die Provision von ehemals 1 % zzgl. 2,90 Euro auf neu 1 % zzgl. 4,90 Euro. Gebühren für Minimum Ausland und Inland alt und neu bleiben unverändert bei 9,90 Euro.

Auch bei den Depotentgelten gibt es gravierende Verteuerungen:

Bisher: Mindestentgelt 12,90 Euro pro Quartal inkl. Ust. und auf das Depotvolumen 0,195 % p.a. inkl. Ust.
neu: Mindestentgelt 19,90 Euro pro Quartal inkl. Ust. und auf das Depotvolumen 0,25 % p.a. inkl. Ust.

Startdepots für Minderjährige bis zu einem Depotvolumen von 20.000 Euro bleiben unverändert entgeltfrei. Darüber hinausgehende Volumenanteile werden statt bisher 0,175 % p.a. inkl. Ust. neu mit 0,25 % p.a. inkl. Ust. abgerechnet.

Die Zustimmung gilt als erteilt, wenn man bis zum 30.06.2018 nicht widerspricht. Der Depotvertrag kann rechtlich festgelegt fristlos und "selbstverständlich" kostenfrei gekündigt werden.

Die Änderungen treten zum 01. Juli 2018 in Kraft.

Aufgeführt sind nur die wichtigsten Wertpapierarten und Gebühren. Wenn ich die Bilanzsummen als Grundlage für Anlageentscheidungen nehme, sind die Deutsche Bank und die Commerzbank gegenüber der JP Morgan oder der BNP Paribas jetzt schon ins Hintertreffen geraten.

Mit solchen Gebührenerhöhungen wird sich die Commerzbank sicherlich nicht mehr Freunde und Kunden in ihre Filialen holen.

Das grenzt schon an Unverschämtheit und Abzocke. Oder man nimmt das Angebot wahr: Ihr Berater informiert Sie gerne und analysiert gemeinsam mit Ihnen, ob ein alternatives Depotmodell besser zu ihnen passt. Nur: Wenn für alle Gebühren anfallen, ist es schlichtweg erforderlich, die Konsequenzen zu ziehen und die Bank zu wechseln.

Die Commerzbank ist aus meiner Sicht nur noch für Minderjährige eine passable Alternative bei einem Depotwert bis 20.000 Euro. Die restlichen Angebote sind gebührentechnisch abgehoben teuer und ich werde meine Depots in neue Hände geben und die Geschäftsbeziehung zur Commerzbank auflösen.

So gehts halt auch nicht!





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sehr positive KundenmeinungCommerzbank Erfahrungsbericht #4   von  am


5

Depot - Commerzbank Depot und Girokonto


Die Girokontoeröffnung erfolgte Mitte Juni 2017 völlig unproblematisch. Onlineantrag ausfüllen: Persönliche Daten wie Name, Geburtsdatum, Adresse etc. eingeben und direkt gewünschte (frei wählbare) Zugangsdaten für das Onlinebanking festlegen. Nach Überprüfung aller Eingaben sehe ich bereits meine zukünftige Kontonummer (IBAN).

Ein Schritt ist dann noch notwendig:

Legitimieren: entweder schnell und bequem per Video-Legitimation oder per PostIdent in einer Filiale der Deutschen Post.

Da es sich um kein klassisches Onlinegeldinstitut handelt, gibt es selbstverständlich die Möglichkeit dies in einer Commerzbankfiliale durchzuführen und eine Ausweiskopie zu hinterlegen.

Ich hatte mich für das 0-Euro-Konto mit 150 Euro Startguthaben entschieden. D.h.: Keine Kontoführungsgebühren bei belegloser Kontoführung und monatlichem Mindestgeldeingang von 1.200 Euro. Sonst 9,90 Euro je Monat- das ist völlig uninteressant und bedarf keines Kommentars.

ZIEL: Das Startguthaben i.H.v. 150 Euro verdienen.

Dieses gibt es nach 3-monatiger aktiver Kontonutzung (mind. 5 monatliche Buchungen über je 25 Euro oder mehr, z.B. von oder an Arbeitgeber, Rentenkassen, Hausverwaltungen, Energieversorger, Telefonanbieter, jedoch keine Eigenüberweisungen oder Überträge) und erfolgter paydirekt Registrierung. Das ist Angebot freibleibend, längstens bis 13.08.2017 und nur, wenn innerhalb der letzten 24 Monate kein Konto bei der Commerzbank bestand.

Gleichzeitig entschied ich mich für die Eröffnung eines Direktdepots. Auf Beratung kann ich verzichten. Somit kam das Klassik- und Premium Depot für mich aus Kostengründen nicht in Frage.

WICHTIG:

Als Referenzkonto zum Depot das 0-Euro-Konto auswählen.
Soweit das WertpapierGeld-Konto verwendet wird, fällt dafür eine (zusätzliche) Monatspauschale an.

ZIEL: Die Prämie durch den Wechsel eines bereits bestehenden Wertpapier-Depots zur Commerzbank kassieren.

Abhängig von der Übertragungshöhe gibt es:

ab 10.000 Euro 200 Euro
ab 50.000 Euro 600 Euro
ab 125.000 Euro 1.200 Euro
ab 250.000 Euro 2.000 Euro

Achtung, ungewöhnlich positiv:
Auf das Depotvolumen werden auch alle Gelder (!) angerechnet, die vorher bei anderen Banken waren. Der Nachteil ist klar: keine Tagesgeldverzinsung!

BEACHTEN:
Für mindestens ein Jahr ab dem Zeitpunkt des Kapitalübertrages müssen die Werte dauerhaft im Depot der Commerzbank AG angelegt bleiben. Marktwertveränderungen sowie Rückzahlungen fälliger Wertpapiere berühren den Prämienanspruch nicht.

Das Angebot gilt nicht für Kapitalüberträge von Konten oder Depots bei der Commerzbank AG (einschließlich der Commerzbank AG Vermögensverwaltung, sowie von deren Tochtergesellschaften Commerz Real AG, European Bank for Fund Services GmbH und comdirect bank AG).

Mit der Wertpapieranlage und der Depotführung sind Kosten verbunden.
Bei mindestens einer Kauf- oder Verkaufsorder pro Quartal, auch als Wertpapiersparplan möglich, entfällt das Depotentgelt. Sonst 0,175 % p.a. bzw. Mindestentgelt von 4,95 Euro pro Quartal

Das Transaktionsentgelt beträgt 0,25 % zzgl. 2,90 Euro, mindestens 9,90 Euro.
Achtung: keine (übliche) Beschränkung auf einen Maximalbetrag. Für größere Volumen beim Kauf/Verkauf von Wertpapieren somit eher ungeeignet. Hier bietet sich das Tochterunternehmen comdirect bank AG an (maximales Orderentgelt 59,90 Euro).


MEIN FAZIT:

Die Commerzbank klärt sehr ausführlich (nicht nur) in Sachen Kosten auf. Wer lesen kann, ist im Vorteil und kühles Rechnen ist angesagt. Ob sich der Aufwand lohnt, ist wie so oft, reine Ansichtssache. Ich persönlich nutze in Zeiten der geringen Zinsen jede Möglichkeit, um mein Kapital zu vermehren.

Die beiden Zahlenbeispiele ergeben sich aus der Grundlage, dass keinerlei Aktionen im Depot ausgeführt werden.

Selbst bei einem Übertrag von "nur" 10.000 Euro ergibt sich Folgendes:

0-Euro-Konto Startguthaben: 150,00 Euro zzgl. Depotwechselprämie: 200,00 Euro
ergibt insgesamt 350,00 Euro abzüglich Depotentgelt 19,80 Euro, somit verbleiben 330,20 Euro. Das sind immerhin stolze 3,30 % Verzinsung!

Maximal möglich:
0-Euro-Konto Startguthaben: 150,00 Euro zzgl. Depotwechselprämie: 2.000,00 Euro
Ergibt insgesamt 2.150,00 Euro abzüglich Depotentgelt 437,50 Euro, somit verbleiben 1.712,50 Euro. Das sind immerhin noch 0,685 % Verzinsung!

Ich für meinen Teil werde die 2.150,00 Euro einsetzten, um Wertpapiere zu kaufen. Dann entfällt das Depotentgelt und die dafür 4 notwendigen Transaktionskosten liegen dann bei 39,60 Euro und es verbleiben an Prämie 2.110,40 Euro. Mein ursprünglich eingesetztes Kapital wird dann mit 0,844 % verzinst.

Der Unterschied von absolutem und relativem Ertrag wird hier sehr deutlich.





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Konto ist gutCommerzbank Erfahrungsbericht #3   von  am


3

Depot - Commerzbank Depot- Wertpapiere mit ausländischer Lagerstelle


Ich hatte schon einmal ein Direktdepot bei der Commerzbank. Als einzige mir bekannte Bank werden bei Depotübertrag Gebühren berechnet. Und zwar bei Wertpapieren mit ausländischer Lagerstelle. Sind zwar nur - aus der Erinnerung - EUR 2,36, dieses kann sich bei einem Depot mit vielen solchen Positionen sehr schnell addieren, zumal die Gebühr bei Ausgang noch einmal fällig wird.

Auf Nachfrage wurden die eingehenden Spesen zwar erlassen (Argument: So begrüßt man keine Neukunden) aber einen Anspruch hat man nicht darauf.





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Konto ist gutCommerzbank Erfahrungsbericht #2   von  am


3

Depot - Commerzbank Depot - hohe Depotwechsel Prämie - jedoch Depotgebühren


Banken werden stets erfinderischer, wenn es darum geht, den Kunden anzulocken. Es gilt, gut aufzupassen, um nicht Angebote abzuschließen, die im nachhinein mehr Kosten als Nutzen für den Kunden verursachen.

Die Bankenlobby, speziell Herr Fahrenschon, verbreitet ja die Meinung, daß die Zeit der kostenfreien Nutzung von Bankleistungen endgültig vorbei wäre. Die Kunden sollen nun auch für Leistungen zahlen, die früher selbstverständlich kostenfrei waren. Ich sehe das anders. Die Banken umgarnten und lockten ihre Kunden eben mit diesen Gratis-Angeboten in die Filalen, bauten ein enormes Filalinetz auf, um ja keine Chance vor Ort zu verpassen, auch um weitere dann kostenpflichtige Abschlüsse zu generieren.

Und nicht zu vergessen: Das jetzige EZB-Dilemma mit den abgeschafften Zinsen ist maßgeblich auch der Schläfrigkeit und spekulativen Gewinnausrichtung der Banken zu verdanken. Die Banken tun bis heute wenig bis gar nichts dafür, der Enteignung der Sparer durch die EZB entgegenzuwirken.

Ein Beispiel zu einem derzeitigen Marktangebot der Commerzbank möche ich hier explizit aufführen: Bis vorläufig 30. Juni 2017 (wird m.W. nicht verlängert!) wirbt die Bank mit einer Depotübertragsprämie. Bei einem Depotvolumen ab 10.000 Euro erhält man 200 Euro Prämie, ab 50.000 Euro 600 Euro Prämie usw.

Wer aber hinter die "Kulissen" schaut und die Bedingungen studiert, muß aber zwangsläufig stutzig werden. Die Bank wirft einem nicht das Geld hinterher, ohne Gegenleistungen zu verlangen.

Für die meisten wird wohl das online abzuschließende Direktdepot in Frage kommen. Auch für mich wäre das die einzige Alternative, weil die anderen (Klassik-Depot bzw. Premium-Depot) nur über einen Vor-Ort-Termin in der Filiale abzuschließen wären.

Pro QUARTAL fallen beim Direktdepot auf das Depotvolumen 0,175 % inkl. Ust. an Depotentgelt an, jedoch mind. 4,95 Euro inkl. Ust. Zum Vergleich: Beim Premium-Depot wären es 0,145 inkl. Ust. vom Depotvolumen, jedoch MINDESTENS 145 Euro PRO QUARTAL!!! Da haut`s einem schon den Schuh weg, bei Kosten im Jahr von 580,00 Euro. Was sind da schon 200 Euro Prämie......

Das Direktdepot ist nur dann kostenfrei, wenn pro QUARTAL mindestens eine Kaufs- oder Verkaufsorder getätigt bzw. ein Wertpapiersparplan eingerichtet wird. Und wieder ist die Gebührenstruktur unverhältnismäßig hoch: Pro Order werden ein Transaktionsentgeld von 0,25 % zzgl. 2,90 Euro, mindestens jedoch 9,90 Euro fällig.

Im günstigsten Fall und unter Berücksichtigung dessen, daß die übertragenen Wertpapiere mind. 12 Monate bei der Commerzbank verbleiben müssen, wären 39,60 Euro fällig. Übertragen werden können im übrigen Einzeltitel wie Alllianz oder Fresenius, ETF`s und Aktienfonds. Andere Banken schließen ETF`s und Einzeltitel bei diesen Aktionen aus, weil sie daran nichts verdienen.

Es lohnt auf jeden Fall ein Vergleich mit anderen Playern am Markt. ING-Diba, Wüstenrot, comdirect, S-Broker sind hier zu nennen.

Mir kommt das ganze irgendwie vor wie ein Konsumentenkredit. Zuerst erhält man 200 Euro als Prämie. Im nachhinein wird auf dieses Kapital per Abstotterung wieder zugegriffen,weil die Quartalskosten anfallen. Wer nicht aufpasst, zahlt drauf. Das Depot ist unter besonderer Beobachtung zu stellen, damit man die kostengünstigste Variante, nämlich einen Kauf/Verkauf pro Quartal, nicht verpasst.

Zwar ist alles transparent dargelegt. Der Bank bleibt hier auch nicht anders übrigt. Die Vorgaben seitens der Bundesregierung für die Regulierung der Banken zwingen sie dazu.

Wie es jedoch nach 12 Monaten konkret aussieht, ist schwer kalkulier- bzw. ausrechenbar. Weil die Kostenstruktur einigen Faktoren und Schwankungen unterliegt. Was es speziell für mich undurchsichtig und das Angebot schwer entscheidbar macht.

Durchwachsene Kostenstruktur, Klassik-Depot- und Premium-Depot nur in der Filiale abschließbar mit hohen Gebühren, Filialnetz eher ausgedünnt - mehr als drei Sterne sind nicht drinnen.





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gute EmpfehlungCommerzbank Erfahrungsbericht #1   von  am


4

Depot - ClassicDepot mit Beratung


Erfahrung zum KlassikDepot bei der Commerzbank

Seit über 5 Jahren nutze ich das Depot-Angebot der Commerzbank. Die Eröffnung erfolgt in einem persönlichen Termin mit einem Kundenberater in der Filiale. Es wird ein sogenanntes Wertpapiergeld-Konto eingerichtet, welches als Referenzkonto für die im Depot verwalteten Anlagen fungiert. Möchte man eine Anlage kaufen und im Depot verwalten, überweist man den entsprechenden Betrag auf das Wertpapiergeldkonto und beauftragt nach dem Eingang dort den Kundenberater, die gewünschte Anlage zu kaufen. Auch ein Tagesgeldkonto (genannt “Topzins”) kann mit eröffnet werden, die Zinsen hierauf haben sich in den letzten Jahren aber nicht im oberen Bereich des Marktes bewegt.

Es gibt mehrere verschiedene Depotformen bei der Commerzbank, die sich in den Gebühren und Serviceleistungen unterscheiden. Bei der klassischen Variante fallen 0,175% des Volumens pro Quartal an, mindestens aber 7,95 EUR. Dafür stehen persönliche Berater zur Verfügung, die meiner Erfahrung nach sowohl per Mail als auch Telefon gut erreichbar sind. Sie schlagen natürlich bei Gelegenheit Commerzbank-Produkte zur Anlage vor, ihr Service beschränkt sich aber nicht darauf.

Darüberhinaus ist die Online-Verwaltung des Depots gut, sie hat vor kurzem einen gelungenen Relaunch hinter sich. Einziges Manko nach meiner Erfahrung: Vom Wertpapiergeldkonto lässt sich nicht online aufs Girokonto überweisen (vom Topzinskonto schon), das lässt sich aber schnell und problemlos beim Berater veranlassen. Ansonsten stehen allerlei mehr oder weniger hilfreiche Statistiken zur Verfügung.

Fazit: Sicherlich gibt es günstigere Depots ohne Beratung – auch bei der Commerzbank (DirektDepot). Für mich war der Service bis dato aber nützlich.

Angebote zum Depotwechsel finden Sie hier.





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