Fidor Bank Smart Girokonto – Gebühren und Preise 2019

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Fidor Bank LogoDie 2009 gegründete Fidor Bank setzt ein modernes und innovatives Banking-Konzept um. Wie in der Fintech-Szene üblich, ist alles auf Social Media, Mobile Banking, Mobile Payment und Usability ausgerichtet. Das hebt die Bank von der Vielzahl traditionellen Banken ab und bringt Pluspunkte bei der jungen Generation. Warum soll ich mich bei Fragen mit gestelztem Deutsch eines FAQ-Bereichs herumschlagen, wenn es wie bei der Fidor Bank eine Community mit Tausenden Nutzern gibt, in der die User meine Sprache sprechen und identische Probleme haben. Dieser Ansatz gefällt und schärft das Profil der Bank im Consumer Bereich. Ein Grund für den Erfolg, der in der Branche nicht unbemerkt bleibt.

So hatte die französische Bankengruppe BPCE (vergleichbar mit VR-Banken in D), die Fidor Bank mit damals ca. 100.000 Kontoinhabern Ende 2016 übernommen.

Wie gut ist Fidor Smart Girokonto?

Das beste Konzept ist nichts wert, wenn die Produkte schlecht sind. Wie gut ist das Fidor Smart Girokonto? Wie hoch sind Preise und Gebühren und welche Möglichkeiten habe ich beim kostenlosen Bargeldbezug?

Fidor Bank Smart Girokonto – die Eröffnung.

Nach einer Registrierung und Bestätigung ist zur Legitimierung das Videoident Verfahren wie bei der DKB durchzuführen Nach Abschluss des Vorgangs ist das Smart Girokonto eröffnet und Sie können Geldkarte oder Kreditkarte bestellen. Leider fiel die direkte Verzinsung auf dem Girokonto weg. Mit 0,05 % wurden Guthaben auf dem Giro bis 2016 noch verzinst.

Wie teuer ist die Bargeldversorgung beim Fidor Girokonto?

Es gibt mehrere Optionen und leider keine einheitliche Gebührenregelung für das Abheben von Bargeld. Mit Smartcard und Debit Mastercard® können Kunden an allen Geldautomaten mit Mastercard-Akzeptanz abheben. Die Smartcard kostet ab 01.11.2019 24,00 Euro, die Mastercard physisch 12 Euro Jahresgebühr. 24 Euro Kartengebühr für eine Girocard sind mehr als frech. Bei anderen Konten, wie von ING oder DKB angeboten, sind Girocard und Kreditkarten kostenlos. Eine Partnerkarte wie bei der DKB ist nicht erhältlich. Das tägliche Limit ist mit 2.000 Euro hoch angesetzt.

Bargeldgebühren

1.) Die SmartCard vereint EC (Maestro) und Kreditkarte (Mastercard®). Ab der dritten Abhebung fallen mit Wirkung vom 01.11.2019 2,50 Euro Gebühren an.

2.) 2 x im Monat ist das Abheben mit der Fidor Debit Mastercard in allen Eurowährungsländern kostenfrei, wenn der Automatenbetreiber keine Gebühr für fremde Kunden erhebt. Für jede weitere Abhebung fallen 2,50 Euro Gebühren an.

Fidor Cash

In einer Kooperation mit barzahlen.de ist es jetzt möglich, 50-300 Euro bei den Partnern im Einzelhandel (Penny, REWE, DM…) auszahlen zu lassen. Dabei sind monatlich 3 Auszahlungen kostenlos. Weitere Vorgänge werden mit 3,00 Euro Gebühren (ab 01.11.2019) belastet.

Einzahlen von Bargeld, wo ist das möglich?

Das Problem hat jede Direktbank ohne Filialen. Bargeld einzahlen ist nur über eine Fremdbank möglich. Dort fallen teils hohe Gebühren an. Unser Tipp in diesen Fällen ist die Nutzung eines Sparkassen- oder Volksbank-Kontos der Familie. Dort einzahlen und dann online auf das Fidor Bank Girokonto überwiesen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Update 01.01.2018: In einer Kooperation mit barzahlen.de ist es seit 01.01.2018 möglich, monatlich 100 Euro kostenfrei im Einzelhandel bei Rewe, Real, Penny einzuzahlen. Für Beträge über 100 Euro fallen 1,75 % vom Einzahlungsbetrag an Gebühren an.

Ist der Einsatz der Fidor Smart Card im Ausland als Reisekarte sinnvoll?

Bisher war die SmartCard eine gute Möglichkeit, im Nicht€raum gebührenfrei zu zahlen und Geld abzuheben. Das Auslandseinsatzentgelt wurde komplett erstattet. Das änderte sich mit dem neuen Preisverzeichnis schon zum 07.03.2018. Die Bank führte eine Auslandseinsatzgebühr von 1,5 % ein. Damit ist die Fidor Kreditkarte für diesen Einsatzzweck zwar noch günstiger als die Classic Kreditkarten von Consors und ING-DiBa (1,75%). Als echte Reisekarte kommt die Smart Card jedoch nicht mehr in Frage, da von der Wechselkursgebühr auch die Bargeldvorgänge betroffen sind. Hier bieten sich nur noch DKB Cash als Aktivkunde oder die Santander 1plus Visa Card an. Die N26 wäre auch eine Alternative, ist jedoch mit 5,90 Euro im Monat sehr teuer.

Fremdwährungskonto ist integriert.

Bei Abhebungen im Ausland fällt eine Gebühr von 0,49 € an. Über dieses Feature können Sie direkt 10 Fremdwährungen (u.a. USD, JPY, CHF, AUD, NOK) mit dem Geld von ihrem Girokonto kaufen und auf Wechselkursgewinne spekulieren. Mindestanlage sind 100 Euro. Gestaffelt je nach Volumen fallen bis zu 3% Gebühren an.

Neues Preisverzeichnis und Kontoführungsgebühren ab 01.11.2019

Für das Smart Girokonto fielen bisher keine Kontoführungsgebühren an. Das ändert sich ab 01.11.2019. Die Bank berechnet dann monatlich 5,00 Euro Kontoführungsgebühren. Ausgenommen sind Kunden, die Sparbriefe bzw. Kredite bei der Bank haben. Als aktiver Kunde mit mehr als 10 getätigten Transaktionen im Monat (keine Eigenüberweisungen) erstattet die Fidor die 5 Euro jedoch als Bonusgutschrift zurück. Die Bank nennt das „qualifizierte Transaktionen“. Neu ist ebenfalls die Jahresgebühr von 24 Euro für die Smartcard. Für die Debit Mastercard sinkt die Jahresgebühr von 14,95 Euro auf 12 Euro.

5 Euro / Monat Kontoführungsgebühren ab 01.11.2019

  • kostenloser Geldtransfer an Community, Fremdwährungskonto
  • Unterstützung von Apple Pay
  • 5 Euro / Monat Kontoführungsgebühren ab 01.11.2019
  • bei Bonität Smartcard (Girocard + Kreditkarte) mit NFC für kontaktloses Bezahlen für 24 Euro im Jahr
  • Debit Mastercard® zu 12,00 € p.a., virtuelle Mastercard ist gebührenfrei
  • keine Partnerkarten, Gebühren beim Bargeldbezug: 2 Abhebungen pro Monat frei, dann 2,50€ pro Vorgang

letzte Aktualisierung: 17.09.2019

Dispozinsen sind niedrig.

Hier kann das Konto überzeugen. Je nach Bonität ist ein Dispo möglich. Die Dispogrenze ist individuell unterschiedlich und richtet sich nach dem persönlichen Scoring. Die Dispozinsen sind mit 8,50 % (ab 01.11.2019) eher moderat. Eine Überziehung des Limits duldet die Bank nur in Ausnahmefällen und dann mit aktuell ebenfalls 8,50 % Ü-Zinsen.

Kontakt zur Fidor Bank AG

Fidor Bank AGE-Mail: info@fidor.de
Sandstraße 33Homepage: www.fidor.de
80335 MünchenBLZ (Bankleitzahl): 700 222 00
Telefon: (089) 189 085 233BIC / SWIFT: FDDODEMMXXX

Fidor Karten im Überblick

Für Kontoinhaber des Fidor Giros gibt es die Fidor SmartCard, welche Maestro + Kreditkarte und kontaktlose Bezahlfunktion (NFC -Near Field Communication) vereint. Damit ist ein Kritikpunkt, keine echte Girokarte (bisher nur Prepaid Mastercard®) anzubieten, aus der Welt. Die SmartCard bleibt kostenfrei, für das Giro fallen jedoch ab 01.11.2019 5 Euro / Monat Kontoführungsgebühren an.

Optionale ist noch die Fidor Debit Mastercard® – leider nur in der Debit Variante erhältlich. Im Unterschied zu einer echten Kreditkarte erfolgt die Belastung auf dem Girokonto immer sofort und nicht monatlich im Rahmen einer Kreditkartenabrechnung. Sie haben also keinen Kredit auf dem Kreditkartenkonto wie z.B. bei der DKB Visacard. Die Debit Mastercard® ersetzt die Prepaid Mastercard®, die letztmalig am 08.09.2015 ausgegeben wurde. Für diese physische Mastercard berechnet die Fidor ab 01.11.2019 12 Euro pro Jahr Kartengebühr.

Fidor SmartCardFidor Debit Mastercard® (physisch)
Girocard (EC) + Prepaid KreditkarteDebit Kreditkarte
Gebührkeine24,00€ / Jahr
Bargeldab 3. Buchung 2,50€ab 2. Buchung 2,50€
kontaktlosPayPassPayPass
AkzeptanzhochEinschränkungen möglich
Erhaltnur bei Bonitätfür alle Kunden

Welche Karte zum Fidor-Giro?

Eindeutig ist die Fidor SmartCard die bessere Wahl. Geldkarte und Kreditkarte in einem ist perfekt. Schufa-frei heißt nicht, dass jeder die SmartCard erhält. Die Fidor schaut sich erst das Konto genauer an, besonders die monatlichen Geldeingänge. Die Debit Fidor Debit Mastercard® ist leider keine echte Kreditkarte mit monatlichem Verfügungsrahmen – es wird immer sofort das Giro belastet. Das kann Akzeptanzprobleme zur Folge haben.

Apple Pay und Google Pay

Seitens der Fidor wird Google Pay bisher nicht unterstützt. Mobiles Zahlen mit dem iPhone und virtueller Fidor Kreditkarte ist über Apple Pay möglich. Im Bereich der Banken mit Girokonto unterstützen neben der Fidor auch comdirect Girokonto, N26, Deutsche Bank, Hanseatic Bank und HypoVereinsbank Apple Pay.

Unsere Wertung: Kritikpunkte sind die ab 01.11.2019 anfallende Kontoführungsgebühr und die nur eingeschränkt gebührenfreien Barabhebungen sowie die unübersichtliche Preisstruktur allgemein. Das Konto ist nicht günstig. Bei häufigen Bargeldbezügen fallen erhebliche Gebühren an. Die 12 Euro / Jahr für eine Debit-Kreditkarte, mit der es z.B. bei Nutzung von Autovermietungen Akzeptanzprobleme geben kann, ist zu teuer. Zudem fallen für die Smartcard ebenfalls mit Wirkung vom 01.11.2019 24 Euro Jahresgebühr an.

Positiv sind die kostenlose nutzbare Community, Fidor Pay, bei dem du Geld an andere Nutzer schicken kannst, und der günstige Dispo.
 
Fidor Konto eröffnenErfahrungen

Konditionen Fidor Smart Giro Detail:

  • Filialen: keine
  • Gebühren Giro: 0€
  • Mindestgeldeingang: nein
  • Zinsen Giro: 0,00%
  • Zinsen Mastercard®: –
  • Banking: Banking-App
  • Kreditkarte: Debit Mastercard® 12,00 €
  • Fremdwährungsgebühr: 1,5 %
  • Prämie: –
  • Bargeld: 2 x / Monat 0€, dann 2,50 €

Ausrichtung und Ziele der Bank

Die Fidor Bank AG Gruppe umfasst die Fidor TecS und die FidorFactory. Neben dem Privatkundengeschäft hat die Fidor Bank vor allem den Bereich KMU (Kleine und mittlere Unternehmen) im Auge und will dort verstärkt wachsen.

In diesem Zusammenhang sind mit dem Geschäftskonto, speziellen Kredit- und Versicherungsangebote entsprechende Produkte platziert. Als FIN-Tech Anbieter stellt Fidor Firmen z.B. Apis zur Verfügung, mit denen sich Payment-Prozesse vereinfachen lassen. Nach Consumer to Consumer (C2C) Prinzip ist die Developer Community ein wichtiger Bestandteil auch dieses Angebotes. Auch die Internationalisierung ist laut Jahresabschluss und Lagebericht 2014 ein großes Thema.

Ein großes Thema sind Kooperationen innerhalb der Branche. So gibt es mit dem Kreditvermittler SMAVA eine Integration und Kunden die auf bitcoin.de die Kryptowährung Bitcoin in vollem Umfang handeln möchten, benötigen idealerweise ein Girokonto bei der Fidor Bank.

Fidor Bank seit 2015 nicht mehr an der Börse
Aktien der Fidor Bank AG können Interessenten seit 30.06.2015 nicht mehr kaufen. Das Unternehmen ändert die Kapitalmarktstrategie und erwirkte ein Delisting der Aktie.

Sparbrief bei der Fidor Bank – wie hoch sind die Zinsen?

Die Mindestanlage ist mit 100 Euro sehr niedrig. Maximal lassen sich 100.000 Euro anlegen. Als Referenzkonto dient das Smart Girokonto, von dem aus das Festgeld zu transferieren ist. Sind Sie schon Kunde bei der Bank, ist keine erneute Legitimation erforderlich. Nach Fälligkeit erfolgt keine automatische Wiederanlage wie bei anderen Banken, wo Sie den explizit kündigen müssen. Das Guthaben samt Zinsertrag wird dem Fidor Smart Girokonto gutgeschrieben. Ein Übertrag des Guthabens auf ein anderes Fidor Konto ist gegen Gebühr möglich.

Wie sicher ist das Geld bei der Fidor Bank?

Als Mitglied in der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken sind die Guthaben bis 100.000 Euro zu 100% geschützt. Eine darüber hinausgehende Absicherung über den Bundesverband deutscher Banken besteht nicht.

LaufzeitZinsen p.a.Zinsgutschrift
6 Monate0,00 %Jahr
1 Jahr0,00 %Jahr
2 Jahre0,00 %Jahr
3 Jahre0,00 %Jahr
4 Jahre0,00 %Jahr
5 Jahre0,00 %Jahr

zum Festgeld Vergleich

 

Erfahrungen mit der Fidor Bank

Erfahrungen zur Fidor Bank. Welche Meinung haben die Kunden?

Bewertung 2 SterneAktuell liegen der Redaktion 75 Berichte und Erfahrungen zur Fidor Bank vor. Die Bank wurde im Durchschnitt mit ∅ 1.5 Sternen (max:5, min:1) bewertet. Im Folgenden die prozentualen Anteile der positiven, neutralen und negativen Bewertungen auf Basis von Sternchen.
positiv
13%
neutral
3%
negativ
84%
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