Raisin, früher WeltSparen, bekannt als Marktplatz und Vermittler von Tagesgeld, Festgeld und Produkten zur Vermögensverwaltung überrascht Anfang September mit einem Tagesgeld Raisin StartZins und 2,85 % p. a. Zinsen. Doch wie lauten die genauen Anlagebedingungen und wie können Anleger am optimal profitieren? Wie hoch ist der Anlegerschutz und ist eine Mindestanlagesumme erforderlich?
Basics und Fakten zum Raisin StartZins
- 2,85 % p. a. Sparzinsen mit Zinsgarantie über 3 Monate
- Angebot gilt für Neukunden, die länger als 12 Monate nicht aktiv bei Raisin waren(*)
- Anlage erfolgt bei der Deutschen Bank, erweiterte Einlagensicherung über Bundesverband dt. Banken
- Zinseszinseffekt durch monatliche Zinsgutschriften, daher effektiver Zinssatz per Jahr von 2,87 %
- keine Mindestanlage erforderlich, Maximalanlage sind 100.000 Euro, Verfügbarkeit auch von Teilbeträgen innerhalb von 2 Bankarbeitstagen
zum Raisin StartZins
letzte Aktualisierung: 03.09.2025
Wer kann das Tagesgeldkonto StartZins eröffnen?
Das Angebot richtet sich an Neukunden und Bestandskunden, die länger als 12 Monate kein Anlageprodukt bei Raisin aktiv hatten. Ein Kunde, der vor 2 Jahren im Zinshoch ein Festgeld über 1 Jahr abgeschlossen hatte, kann daher das Raisin StartZins Konto eröffnen.
Einordnung – ist das Raisin StartZins in klassisches Tagesgeldkonto?
Ja, mit 1 Euro Mindestanlagesumme und Verfügbarkeit des Geldes innerhalb von 2 Bankarbeitstagen sind die Hauptbedingungen erfüllt. Das Konto ist ein klassisches Tagesgeld, im Gegensatz z. B. zu dem auch über Raisin angebotenen Creditplus Wochengeld mit hohen Zinsen jedoch nur wöchentlich möglichen Verfügungen.
Wie hoch sind die Zinsen nach der Zinsgarantie?
Wie bei den Fakten aufgeführt, gilt die Verzinsung für die Dauer von 3 Monaten nach Anlagestart. Länger ist die Anlage von Guthaben auf dem StartZins-Konto nicht möglich. Raisin versteht das Tagesgeld als Einstiegsprodukt und beabsichtigt, die Kunden für eine Anschlussanlage im Bereich Festgeld oder Vermögensverwaltung zu gewinnen. Eine clevere Strategie, die aufgehen könnte. Das hoch verzinste StartZins Tagesgeld ist das Lockmittel. Der Kunde kann schon bei der Erstanlage bestimmen, in welches Folgeprodukt das Kapital nach Ende der StartZins-Anlage überführt werden soll. Eine Verpflichtung, nach Ablauf der 3 Monate wieder bei Raisin anzulegen, besteht nicht. Kapital und Zinsertrag landen nach Ablauf der Treuhandanlage auf dem Raisin-, früher WeltSparkonto, und lassen sich von da neu anlegen oder auf das eigene Girokonto überweisen.
Wer genau ist der Anbieter – die Deutsche Bank?
Raisin hat eine eigene deutsche Bankenlizenz, bietet das StartZins jedoch nicht direkt an, sondern über die Deutsche Bank als Partner. Konkret legt Raisin das Geld treuhänderisch für den Kunden bei der Deutschen Bank (Deutsche Bank AG, Taunusanlage 12, 60325 Frankfurt am Main) an. Aus diesem Grund ist bei der Raisin Kontoeröffnung für dieses Tagesgeld auch eine Treuhandvereinbarung abzuschliessen.
Wie sicher sind die Tagesgeldguthaben beim Raisin TopZins?
Durch die Treuhandanlage bei der Deutschen Bank ist deren Anbindung an Einlagensicherungsfonds maßgebend für den Schutz der Guthaben. Konkret sind Guthaben bis 100.000 Euro, was der Maximalanlage für das Raisin Tagesgeld entspricht, über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken abgesichert und werden im Schadensfall binnen 7 Tagen entschädigt. Zudem gehört die Deutsche Bank dem Bundesverband dt. Banken an und sichert Guthaben in Mio. Euro Höhe über diesen ab.
Wie erfolgt die Besteuerung?
Wie bekannt, unterliegen Zinserträge der Abgeltungssteuer, früher Kapitalertragsteuer. Über Raisin lässt sich ein Freistellungsauftrag einrichten. Liegt dieser nicht vor, erfolgt der automatische Abzug von Kapitalertragsteuer + Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer.
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